Fast jeder Zweite für Impfnachweis bei Reisen

Umfrage


Sollen künftig nur noch Menschen ins Flugzeug steigen dürfen, die bereits geimpft sind? Laut einer Civey-Umfrage befürworten dies 47 Prozent der Deutschen. Immerhin 42 Prozent sind dagegen.


Die Mehrheit ist knapp, die Fronten sind klar: Jeweils ungefähr die Hälfte der Deutschen spricht sich für eine Bevorzugung beziehungsweise für eine Gleichbehandlung von Geimpften gegenüber (Noch-)Nicht-Geimpften aus. Das spiegelt das Meinungsbild in der Politik wider, aus der in den vergangenen Tagen ebenfalls die unterschiedlichsten Stimmen zu hören sind.


Der "Tagesspiegel" hat eine entsprechende Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Civey vornehmen lassen. Etwa 2500 Menschen haben sich daran beteiligt. Das Ergebnis: 47,4 Prozent der Befragten finden es richtig, wenn künftig nur noch solche Personen mit dem Flugzeug reisen dürfen, die sich gegen das Virus haben impfen lassen. Nur etwas weniger, nämlich 42,8 Prozent, halten dies für falsch. 9,8 Prozent enthielten sich.


Besonders hoch ist die Zustimmung bei den älteren Menschen. Bei den über 65-Jährigen sprechen sich 53,8 Prozent für den Impfnachweis aus. Parteipolitisch gesehen sind die Wählerinnen und Wähler von CDU/CSU, Grünen und SPD mit zum Teil jeweils großer Mehrheit dafür.


Mit der größten Mehrheit gegen den Impfnachweis sprechen sich Wählerinnen und Wähler von AfD, FDP und Linken aus.


Wie berichtet, hatte Ende November die australische Fluggesellschaft Qantas angekündigt, künftig nur noch geimpfte Passagiere an Bord ihrer internationalen Flüge zu lassen.


Umberücksichtigt blieb bei der Umfrage allerdings ein wesentlicher Faktor – nämlich die Zeitfrage. Soll das Fliegen bereits in naher Zukunft nur noch für Geimpfte möglich sein – oder erst dann, wenn zumindest jeder Deutsche die Gelegenheit hat, sich impfen zu lassen, wenn er dies möchte? Dabei dürfte es auch von der Beantwortung dieser Frage abhängen, wie das Thema Gleichbehandlung einzuschätzen ist.


Und bei Geschäftsreisen?

Und ein Problem, dass sich dann auch bei Geschäftsreisen stellt: Weil manche Beschäftigte noch nicht geimpft sind, da sie zu keiner Risikogruppe zählen, dürfen sie nicht reisen, während ihre Kolleginnen oder Kollegen, die wegen einer Krankheit oder wegen ihres Alters die Spritze bereits erhalten haben, unterwegs sein dürfen – hier käme Regelungsbedarf auf die Firmen zu.



Soll künftig nur noch der- oder diejenige an Bord dürfen, der oder die einen Impfnachweis vorzeigen kann?

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